Fichtenberg (Druckversion)

Sühnekreuze in der alten Kirchhofmauer

Zwei Kreuze sind in der früheren Kirchhofmauer aus Sandstein (Tälestraße/Ecke Kirchgasse) schräg übereinander eingemauert. Es bedarf schon ein scharfes Auge, um die Kreuze zu entdecken.

Großes Kreuz: Eine große Pflugschar, die nach oben weist, ist im Relief zu sehen. Das Schaftende ist leicht verdickt.

Kleines Kreuz: Dieses Kreuz ist ziemlich klein und zeigt nur eine minimale Schaftverbreiterung.

Zwei volkstümliche Überlieferungen werden zu den Sühnekreuzen erzählt:

"Ein Bauer brachte mit seinem Sohn die Pflugschar in die nahegelegene Schmiede, um sie richten zu lassen. Als sie an der Friedhofsmauer vorbeigingen, löste sich in demselben Augenblick ein Teil des Gemäuers und begrub Vater und Sohn unter sich." Zum Andenken ließen die Angehörigen ein großes und ein kleines Kreuz anbringen."

"Ein Bauer von Eichenkirnberg, der eine Pflugschar zur Schmiede trug, sei dort mit seinem Sohn von einem Blitz erschlagen worden; ihnen zum Gedenken seien die zwei Denkzeichen eigefügt worden."

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