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Idyllisch gelegen
im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald
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Hauptbereich

Klimaschutz, Energie und Rohstoffe

Kohlendioxid (CO2) ist ein Treibhausgas. Es gilt als einer der Hauptverursacher der weltweiten Erderwärmung. Es entsteht vor allem bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas. Aber auch in der Landwirtschaft und bei der Energieerzeugung aus Biomasse entstehen Treibhausgase wie zum Beispiel Methan und Lachgas. Auswirkungen der globalen Erwärmung sind beispielsweise

  • das Ansteigen der Meeresspiegel,
  • die hohe Zahl von Naturkatastrophen wie Wirbelstürme,
  • das Abschmelzen der Gletscher,
  • Überschwemmungen oder
  • der Rückgang der Schneedecke in den Alpen.

Im Übereinkommen von Paris haben sich mehr als 195 Länder dazu verpflichtet, die Treibhausgasemissionen so zu reduzieren, dass der Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur auf deutlich unter 2 °C gehalten wird und Anstrengungen unternommen werden, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen. Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2020 den Ausstoß um bis zu 40 Prozent und bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent reduzieren sowie bis zum Jahr 2050 eine Senkung von 80 bis 95 Prozent erreichen. Verschiedene Programme, unter anderem das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 und der Klimaschutzplan 2050, enthalten Strategien und Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Der Landtag hat im Jahr 2013 mit breiter Mehrheit ein Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg verabschiedet. Danach soll der CO2-Ausstoß des Landes bis 2020 um mindestens 25 Prozent sinken. Bis zum Jahr 2050 wird eine Minderung um 90 Prozent angestrebt (jeweils gegenüber 1990). Zur Umsetzung dieser Ziele hat die Landesregierung im Juni 2014 ein Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept Baden-Württemberg (IEKK) und im Juli 2015 die Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Baden-Württemberg verabschiedet. Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg aktualisiert regelmäßig den Klimaatlas mit meteorologischen Elementen.

Tipp: Der CO2-Rechner des Umweltbundesamtes verdeutlicht Ihnen, wie viel CO2 Sie selbst oder Ihr Haushalt verursachen.

Auch Sie als Bürgerin oder Bürger können zum Klimaschutz beitragen. Denn die Höhe des Stromverbrauchs und die Art der Heizungsanlage haben Einfluss auf Ihre persönliche Klimabilanz. Etwa ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs entfällt auf die privaten Haushalte.

Fossile Energieträger

Eine sehr verbreitete Heizquelle in Deutschland ist die Ölzentralheizung. Sie hat den Vorteil, dass Sie als Verbraucher selbst entscheiden können, wann und woher Sie Ihr Öl beziehen. Außerdem sind Ölheizungen sehr lange funktionsfähig. Allerdings verliert die Ölheizung vor allem aufgrund des hohen CO2-Ausstoßes an Attraktivität.

Gas gilt gegenüber Öl als umweltfreundlicherer Rohstoff, da es weniger Rückstände bei der Verbrennung hinterlässt und einen geringeren CO2-Ausstoß hat. Statt Platz für die Brennstoffbevorratung benötigen Sie bei einer Gasheizung nur einen Gasanschluss.

Erneuerbare Energieträger

Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern sind erneuerbare Energiequellen unerschöpflich oder wachsen regelmäßig nach. Zu ihnen zählen Sonnen-, Wind- und Wasserkraft sowie die Energie aus Biomasse und Erdwärme. Erneuerbare Energien schonen das Klima, weil sie kein oder wenig CO2 verursachen.

Sie können Ihr Haus beispielsweise mit Holz heizen. Dies ist meist mit größerem Arbeitsaufwand verbunden. Sie können aber inzwischen Anlagen kaufen, die bei der Befeuerung automatisch Holz, beispielsweise in Form von Holzpellets, nachfüllen. Holz gilt als weitgehend klimaneutral, weil Bäume während ihres Wachstums so viel CO2 aufnehmen, wie bei ihrer Verbrennung entsteht. Kohle verursacht dagegen sehr hohe CO2-Emissionen und ist daher als weniger umweltfreundlich einzustufen.

Das Wärmegesetz des Bundes (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) verpflichtet seit 2009 Bauherren neuer Gebäude, anteilig erneuerbare Energien für die Wärmeversorgung zu nutzen (und bietet eine Reihe von Ersatzmaßnahmen wie beispielsweise einen sehr hohen Effizienzstandard). Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Baden-Württemberg (EWärmeG) verpflichtet seit dem Jahr 2010 Eigentümerinnen und Eigentümer von bestehenden Wohngebäuden, 10 Prozent und seit 2015 für alle Gebäude (auch Nichtwohngebäude) 15 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs über erneuerbare Energien zu decken. Diese Pflicht greift aber erst, wenn die zentrale Heizungsanlage ausgetauscht wird.

Tipp: Das Umweltministerium Baden-Württemberg bietet Informationsmaterialien zum Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz.

Hinweis: Beim Portal des Energieatlas Baden-Württemberg können Sie sich über den Stand der dezentralen erneuerbaren Energieerzeugung und deren Potenziale in Baden-Württemberg informieren. Das Umweltministerium bietet damit den Bürgerinnen und Bürgern, Energieberaterinnen und -beratern, Planerinnen und Planern und interessierten Akteurinnen und Akteuren zahlreiche Hintergrundinformationen, Daten und Karten zu den Themen Wind, Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse, Strom- und Gasnetze sowie Wärmebedarf an.

Energie einsparen

Mit einer guten Dämmung Ihres Hauses können Sie sehr viel Energie einsparen. Wenn Sie wissen wollen, wie viel Energie in Ihrer Wohnung "verheizt" wird, können Sie sich auf den Seiten des "Heizspiegel" informieren.

Seit dem 1. Januar 2009 ist der Energieausweis unter anderem Pflicht für alle Wohngebäude, die neu vermietet oder verkauft werden. Der Energieausweis stuft ein Gebäude nach seinem Energiebedarf oder seinem Energieverbrauch ein, macht also die energetische Qualität eines Gebäudes transparenter.

Wenn Sie Ihr Wohnhaus sanieren möchten, sollten Sie vorher eine Energieberatung in Anspruch nehmen. Eine Vor-Ort-Beratung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie vom Umweltministerium durch den Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg mit Zuschüssen gefördert.

Informationen zur "Planung der Heizungsanlage" finden Sie in der Lebenslage "Bauen und Modernisieren".

Stromversorgung

Der in Baden-Württemberg verbrauchte Strom wird derzeit zu etwa 84 Prozent im Land erzeugt. Die Bruttostromerzeugung verteilte sich im Jahr 2016 zu rund 34 Prozent auf Kernkraft, zu rund 29 Prozent auf Steinkohle, knapp über 25 Prozent auf erneuerbare Energien und zu rund 5 Prozent auf Erdgas.

Sie können Ihren Energieanbieter selbst wählen. Wenn Sie sich für Strom aus erneuerbaren Energien entscheiden, können Sie damit einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Reduktion von CO2 leisten.

Hinweis: Der Begriff Ökostrom ist nicht gesetzlich geschützt.

Wie sich Ihre Strom- und Gaspreise zusammensetzen und unter welchen Umständen Sie Ihren Anbieter wechseln können, erfahren Sie in der Lebenslage "Verbraucherschutz und Ernährung" im Kapitel "Strom- und Gaspreise".

Das Kapitel "Alternative Antriebe" in der Lebenslage "Verkehr und Verkehrswege" bietet Ihnen Informationen über umweltfreundliche Alternativen zum Benzinmotor.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Umweltministerium hat ihn am 10.07.2018 freigegeben.

Infobereich

Kontakt

Gemeinde Fichtenberg
Rathausstraße 13
74427 Fichtenberg
Telefonnummer 07971 9555-0
Faxnummer 07971 9555-50
E-Mail schreiben

Service-BW

Serviceportal des Landes Baden-Württemberg.

Es bietet Unternehmen und Bürgern detaillierte Informationen zu den Dienstleistungen der öffentlichen Hand in allen Lebenslagen und wird laufend aktualisiert und erweitert.

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