Freundschaft, Musik und Begegnung verbindet
Erstelldatum13.05.2026
Drei Tage gelebte Städtepartnerschaft mit unserer Partnerstadt Proszowice aus Polen
Die Städtepartnerschaft zwischen Fichtenberg und Proszowice in Polen wurde am vergangenen Wochenende mit viel Herzlichkeit und gelebter Gemeinschaft neu belebt. Vom 8. bis 11. Mai durfte die Gemeinde eine Delegation aus der polnischen Partnergemeinde willkommen heißen.
Am Freitagmittag wurden die Gäste zunächst mit einem kleinen Sektempfang herzlich begrüßt. Nach der Übergabe zahlreicher Gastgeschenke und ersten Gesprächen in lockerer Atmosphäre bezogen die Besucher ihre Unterkünfte bei Gastfamilien beziehungsweise im Gasthaus, um sich von der langen Anreise zu erholen.
Am Abend traf man sich bei der Bierprobe des Maifestes des Musikvereins Fichtenberg. Anlässlich des Besuchs wurde ein feierlicher Bieranstich inszeniert. Die beiden Bürgermeister hatten dabei die Ehre, gemeinsam das Fass anzustechen – für Bürgermeister Ralf Glenk war es sogar eine Premiere, die er unter der Aufsicht seines Amtskollegen Grzegorz Cichy meisterte. Das frisch gezapfte Festbier sowie die schmackhaften Grillhähnchen wurden von den Gästen gerne angenommen.
Der Samstag begann bereits früh mit einem abwechslungsreichen Programm. Um 9 Uhr stand die Besichtigung der Firma kw automotive GmbH auf dem Programm. Betriebsinhaber und ebenfalls Gemeinderat Klaus Wohlfarth nahm sich persönlich Zeit, die Geschichte seines Familienunternehmens und dessen Entwicklung zu einem weltweit bekannten Unternehmen vorzustellen. Eindrucksvoll erläuterte er die technischen Entwicklungen rund um Fahrwerke, Stoßdämpfer und Adaptertechnik sowie die Produktionsabläufe im Betrieb. Tief beeindruckt verabschiedete sich die Delegation gegen Mittag in Richtung Gasthaus Krone zum gemeinsamen Essen – nicht jedoch, ohne dass jeder Gast zuvor noch ein kleines Präsent von Klaus Wohlfarth erhielt.
Am Nachmittag ging es weiter nach Schwäbisch Hall. Bei einem kleinen Stadtrundgang konnten die Gäste die historische Altstadt bewundern und zahlreiche Erinnerungsfotos machen. Trotz seines engen Terminplans nahm sich Oberbürgermeister Daniel Bullinger Zeit für einen persönlichen Empfang und stellte den Besuchern seine Stadt in kurzen Worten vor. Beim Verlassen des Rathauses konnten die Gäste zudem noch einen kleinen Eindruck vom großen Siederhof gewinnen, der für sein bevorstehendes Pfingstfest mit den Proben begann.
Den Abschluss des Aufenthalts in Schwäbisch Hall bildete eine eindrucksvolle Führung in der Großcomburg mit seinem beindruckenden Radleuchter, welcher zu den kostbarsten Kunstschätzen in Baden Württemberg und darüber hinaus gilt. Mit Charme und Humor führte Frau Brenner die Gruppe durch die Großcomburg. Für ein besonderes Schmunzeln sorgte ihre Erklärung im Altarraum zu den Figuren neben Maria Josef mit dem Jesuskind auf dem Arm „Josef in Elternzeit“.
Erschöpft, aber voller neuer Eindrücke, kehrte die Gruppe gegen 18 Uhr nach Fichtenberg zurück. Bereits um 19.30 Uhr empfing der Schützenverein die Gäste zum Grillfest. In geselliger Runde an einer langen Tafel, die kurzerhand von unseren polnischen Gästen aufgestellt wurde, wurde gemeinsam gegessen, gesungen und gelacht. Einige Besucher nutzten zudem die Gelegenheit, ihr Talent beim KK-Schießen unter Beweis zu stellen.
Anschließend wurde das Mittagessen gemeinsam im Festzelt eingenommen.
Um 14 Uhr traf man sich im Sitzungssaal des Rathauses zu einer Gesprächsrunde und zum Austausch über die beiden Gemeinden. Der Ratssaal verwandelte sich kurzerhand in einen „singenden Ratssaal“: Bürgermeister Ralf Glenk eröffnete die Runde mit drei Liedern und zeigte damit einmal mehr, dass Musik Menschen und Völker verbinden kann. Auch Bürgermeister Grzegorz Cichy ließ es sich nicht nehmen, ein polnisches Lied eines polnischen Songschreibers („Whisky“) mit der ganzen Delegation samt Gitarrenbegleitung vorzutragen. Interessant für unsere Gemeinderäte war die Aussage über die Sitzungstermine. So tagt der Stadtrat einmal wöchentlich einen ganzen Tag, zu dem alle von ihren Arbeitgebern freigestellt werden. Zudem erhält der Stadtrat Gehälter von der Stadt anstatt wie bei uns eine Aufwandsentschädigung.
Am Montagmorgen wurde die Delegation schließlich herzlich verabschiedet. Gleichzeitig wurde eine Einladung für einen Gegenbesuch in Proszowice von Bürgermeister Cichy für August oder September ausgesprochen. Einig war man sich darüber, dass künftig nicht wieder so viel Zeit bis zum nächsten Treffen vergehen soll. Die durch Covid etwas in den Hintergrund getretene Städtepartnerschaft soll wieder mit Leben gefüllt werden.
Das Wochenende hat eindrucksvoll gezeigt, dass trotz Sprachbarrieren ein herzliches und freundschaftliches Miteinander möglich ist – und wir dankbar sein können, dass die Städtepartnerschaft und die Freundschaft schon über 30 Jahre Bestand hat und wichtig ist, aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds. Wichtig ist, dass man zusammensteht, die Völker partnerschaftlich zusammenarbeiten und, dass die Begegnungen zwischen Menschen die beste Grundlage für lebendige Partnerschaften und Beziehungen der Völker untereinander sind.
Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses schönen Wochenendes mit unserer Delegation aus Proszowice beigetragen haben.
Ein besonderer Dank gilt den bisherigen Mitgliedern des Arbeitskreises Proszowice, die teilweise auch Gäste in ihrem Haus aufgenommen haben, dem Musikverein Fichtenberg e.V. für die hervorragende Bewirtung und das Organisieren des Bieranstichs, Klaus Wohlfarth für die sehr interessante Führung durch seinen Betrieb, dem Gasthaus Krone für die gute Unterbringung der Gäste, Oberbürgermeister Daniel Bullinger für den freundlichen Empfang in Schwäbisch Hall, dem Sportschützenverein Fichtenberg e.V. für das gesellige Grillfest und die Möglichkeit für unsere Gäste, sich beim KK-Schießen zu probieren, Pfarrerin Ursula Braxmaier, Frau Gerlinde Prokisch und Frau Renate Wenz für den gelungenen Gottesdienst, der Freiwilligen Feuerwehr für den herzlichen Empfang mit Kaffee und Kuchen sowie dem Team Seestüble Belvedere für die Bewirtung beim gemeinsamen Abschlussabend.
Ebenso danken wir den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, die sich Zeit für die Delegation genommen haben, sowie allen weiteren Helferinnen und Helfern, die jetzt nicht namentlich genannt sind, aber mit ihrem Engagement und ihrer Herzlichkeit dieses Wochenende zu einem besonderen Erlebnis für die Delegation aus Proszowice und uns gemacht haben und unserer kurzfristig organisierte Übersetzerin Frau Bozena aus Gschwend.










































