Delegationsreise in die Partnerstadt Proszowice
Erstelldatum25.08.2026
Besuch beim Erntedankfest in Proszowice
Vom 14. bis 16. August 2026 besuchte eine zwölfköpfige Delegation unsere Partnerstadt Proszowice. Vertreter aus Gemeinderat, Stiftungsrat und Freundeskreis Proszowice nahmen daran teil. Ziel der Reise waren die Pflege der Partnerschaft und Einblicke in die aktuelle Entwicklung der Gemeinde.
Herzlicher Auftakt
Nach dem herzlichen Empfang am Flughafen wurde die Delegation mit einer gegenseitigen Vorstellungsrunde im Gemeindehaus begrüßt und auf die Unterkünfte verteilt. Am Abend folgte ein beeindruckendes Begrüßungsessen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Positow – mit Spanferkel und zahlreichen regionalen Speisen.
Samstag: Erntedankfest und Musik
Der Tag begann in Jakubowice mit einem Frühstück im liebevoll restaurierten Gutshaus. Der Eigentümer und seine Frau führten anschließend durch die Räume und das Anwesen. Beeindruckt war die Delegation, mit wie viel Liebe die Restauration stattgefunden hat und noch stattfindet. Eine Vorführung eines historischen Grammophons versetzte die Delegation in Erstaunen. Erstauen gab es, als der Besitzer das tags zuvor von Bürgermeister Glenk an die Stadt Proszowice übergebene Fotoalbum der polnischen Nationalelf aus dem Jahr 1974, die damals in der „Sonne-Post“ gastierte, schätzte. Im Album befinden sich alle Spieler mit Originalunterschriften.
Im anschließenden Mini-Konzert in der Musikschule Zebocin präsentierten Jugendliche ihr musikalisches Können am Flügel, Geige, Akkordeon und Gesang, gefolgt von einem Auftritt des Florians‑Blasorchesters in Koscielec. Beim dortigen Mittagessen im Feuerwehrgebäude bewiesen die Landfrauen erneut ihre Gastfreundschaft.
Ein Höhepunkt war anschließend die Fahrt mit Pferdewagen zum Erntedankfest nach Ostrow bei den Lavendelfeldern. Dort nahm die Delegation am Feldgottesdienst teil und erlebte traditionelle Bräuche sowie die Übergabe des Erntedankbrots an Bürgermeister Glenk. Aufgrund der Hitze verzichtete die Delegation auf den Besuch des abendlichen Konzerts.
Sonntag: Markt, Caritas und kommunale Entwicklung
Früh am Morgen besuchte die Delegation die Landwirtschaftliche Börse in Ekrol – ein riesiger Markt mit beeindruckender Vielfalt, der wöchentlich immer sonntags stattfindet. Der Markt bietet Platz für bis zu 2.600 Fahrzeuge und ist insbesondere auf die Bedürfnisse kleiner landwirtschaftlicher Betriebe ausgerichtet. Das Angebot ist entsprechend vielfältig: Von Hühnern und Kanarienvögeln über Pflanzen, Obst und Gemüse bis hin zu Gardienen, Wäsche und Sitzgarnituren, findet sich dort nahezu alles was für den täglichen Bedarf angeboten und gehandelt wird.
Im Caritas‑Komplex informierte Urszula Jarosz über das Bruder‑Albert‑Heim, seine Entwicklung bis heute. Für dieses Lebenswerk bei Caritas wurde Frau Urszula Jarosz kürzlich vom Papst Leo ausgezeichnet. Anschließend wurde der eindrucksvoll weiterentwickelte Biblische Garten besichtigt. Einige Mitglieder der Delegation konnten sich noch gut an die Anfänge dieser Einrichtung und die Errichtung des Gartens erinnern.
Weitere Stationen waren der neu gestaltete Marktplatz, der neue Partnerbaum (ein Ginkgo), unser ursprünglich gepflanzter Baum hat leider nicht überlebt, die Partnerschaftsbank, sowie die moderne Stadt‑ und Kreisbibliothek, die mit Ausstattung und Größe beeindruckte. Beeindruckt war die Delegation vom Kultur- und Erholungszentrum, das darin enthaltene Theater mit moderner Bühnentechnik und vielseitigen Räumen überraschte.
Nach den vielfältigen Besichtigungen und Eindrücken am Vormittag, traf sich die Delegation zum gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Musealna.
Nach dem Auschecken wurde kurz das Pfarrgartenfest in Proszowice besucht. Spontan erhielt Bürgermeister Glenk eine Gitarre. Gemeinsam mit der Delegation wurde das Fichtenberg Lied, von Ralf Glenk selbst getextet und komponiert, dargeboten.
Letzte Station der Delegation war die Feuerwache in Klimontow. Die Feuerwehr präsentierte stolz ihre drei Fahrzeuge und Ausrüstung, darunter auch ein Feuerwehr-Quad, wodurch die Delegation einen guten Eindruck von den Einsatzmöglichkeiten und der Bedeutung der Feuerwehr für das örtliche Gemeinschaftsleben erhielt.
Herzlicher Abschied und Einladung für 2028
Vor der Abfahrt zum Flughafen fand nochmals ein gemeinsames Essen/Grillen statt, vorbereitet von den Landfrauen und Feuerwehrfrauen. In wertschätzender Atmosphäre wurden die vergangenen Tage, unter anderem durch spontane Dankesworte aus der Reihe der Delegation, gewürdigt. Die Gastgeber luden die Delegation bereits heute schon zur 870‑Jahr‑Feier von Proszowice im Jahr 2028 ein. Bürgermeister Glenk betonte seine persönliche Verbundenheit und kündigte einen privaten Besuch im kommenden Jahr an – ein Zeichen dafür, dass die Partnerschaft weit über offizielle Treffen hinausgeht.
Gelebte Partnerschaft
Hinter den zwölf Teilnehmenden lagen drei intensive Tage voller Begegnungen, Gastfreundschaft und kultureller Eindrücke. Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie lebendig die Partnerschaft ist und wie sehr sie von persönlichen Kontakten getragen wird. Die gemeinsamen Erlebnisse vertieften die Verbindung und machten deutlich, dass europäische Partnerschaft im Kleinen durch Begegnungen, geteilte Traditionen und entstehende Freundschaften wächst.
Ein herzlicher Dank gilt allen Gastgeberinnen und Gastgebern, den Feuerwehren, Landfrauen und Verantwortlichen der Einrichtungen, die mit großem Engagement zum Gelingen des Besuchs beitrugen. Der Aufenthalt war ein starkes Zeichen gelebter europäischer Freundschaft.
Ein besonderer Dank gilt der Firma KW automotive GmbH, die uns für die für die Rückreise zwei Vans zur Verfügung gestellt hat. Damit wurde es möglich, die Delegation um 24.00 Uhr vom Flughafen abzuholen, da keine Bahnverbindung mehr möglich war. Dabei gilt der Dank natürlich auch den Fahrern Kathrin und Kurt Wiegand, die mitten in der Nacht zum Flughafen gekommen sind, um die Delegation persönlich am Flughafen abzuholen. Dieser Einsatz zu solch später Stunde ist keineswegs selbstverständlich. Vielen Dank dafür.
Bereits am Freitag wurde die Delegation mittels privaten und geliehenen Van von Larissa Bock und Kurt Wiegand zum Flughafen gebracht und haben damit für eine reibungslose Abreise der Delegation gesorgt. Herzlichen Dank dafür.












